So ernähren Sie sich auch in Stress Situationen gesund
Weit mehr als 80.000 Stunden verbringt der Durchschnittsangestellte im Laufe seines Lebens im Büro. Nach acht Stunden gewissenhafter Arbeit, sind alle Leistungsreserven verbraucht. Man wird unkonzentriert und müde. Um diesem Leistungsabfall bereits frühzeitig entgegenzuwirken, sollte man regelmäßig Pausen einlegen. Die wichtigste Unterbrechung des Arbeitstages ist die Mittagspause. In der modernen Hochleistungsgesellschaft wird die Mittagspause im Büro leider immer häufiger mit ungesundem oder gar keinem Essen verbracht. Stress, Fastfood oder kalorienreiche Mittagessen mit Kunden sorgen dafür, dass der Nährstoffhaushalt nicht wesentlich verbessert wird. Ernährungsexperten raten deshalb dazu, den Körper regelmäßig mit Mineralstoffen, "Vitaminspritzen" oder Kohlenhydraten zu versorgen. Damit lässt sich die eigene Leistungskurve konstant oben halten. Wer dabei trotzdem nicht unbedingt zunehmen will, muss jedoch einige Regeln beachten.
Ganz wichtig, niemals vor dem Computer essen. Alles was Sie direkt am Arbeitsplatz erledigen, zählt im Unterbewusstsein als Arbeit. Körper und Geist schalten deshalb nicht in den "Regenerierungsmodus". Kohlenhydrate die Sie essen, während Sie die letzte Email lesen, werden vom Körper schlichtweg ignoriert. Auch der Sättigungseffekt bleibt aus, so dass der "kleine Hunger" schon in zwei Stunden wieder anklopft. Dazu können sich Verdauungsstörungen einstellen, wenn man unter Stress im Büro isst. Stress oder stressige Themen, haben in der Mittagspause nichts verloren.
Ein weiterer Pluspunkt ist eine vorausschauende Mittagsplanung. Wer sich erst vor dem Firmengebäude überlegt, wohin man mit den Kollegen aus dem Büro zu Mittag essen will, geht ein erhöhtes Fast Food Risiko ein. Oft entscheidet man sich dann aus Ideenlosigkeit oder Bequemlichkeit für die Frittenbude oder Mc Donalds. Eine gesunde Alternative dazu, sind beispielsweise asiatische Restaurants und Sushi Bars. Natürlich muss es nicht jeden Tag ein Mittag außer Haus sein. Das geht schnell ins Geld. Ein vorbereiter Mittagssnack in Form von belegten Sandwichs und etwas Obst, ist genauso qualitativ hochwertig, wenn er an einem neutralen Ort, z.B. der Küche oder im Freien eingenommen wird.
Eine gute Überleitung zur nächsten Faustregel: Obst und Gemüse sind Gold wert. Wer reichlich Vitamine & Mineralien zu sich nimmt, lädt nicht nur den Büroakku auf, sondern lebt gesund. Paprika, Möhre, Kohlrabi oder Gurke lässt sich prima zuhause schneiden und mittags im Büro mit einem Dip oder Dressing "verspachteln". Wer mit den Kollegen Essen geht, kann alternativ auch einen Salat oder eine Gemüsesuppe bestellen. Die meisten Restaurants reichen dazu eine Scheibe Brot, so dass man keine Angst haben muss, eventuell nicht satt zu werden.
Neben dem Sättigungsgefühl, sind Kohlenhydrate extrem wichtig. Ein Großteil moderner Büroarbeit wird im Kopf erledigt. Bei starker Konzentration und aktiver Gehirntätigkeit sinkt der Blutzuckerspiegel. Kompensieren Sie diesen Verlust rechtzeitig mit komplexen Kohlenhydraten und ballastreichen Lebensmitteln. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie während der Arbeit ständig eine Tüte Bonbons auf dem Schreibtisch haben sollten. Diese Art von Zucker macht dick, besonders im Zusammenspiel mit wenig Bewegung. Trägheit setzt ein. Setzen Sie deshalb lieber Vollkornmahlzeiten, mageres Fleisch oder Hülsenfrüchte auf den Speiseplan. Wichtig ist es vor allem, drohende Schwankungen des Blutzuckerspiegels rechtzeitig zu erkennen und diesen vorzubeugen. Es bringt Ihrem Körper nichts, wenn Sie ihn erst nach einem strapazierenden 6 Stunden Meeting Marathon "belohnen".
Weitere Tipps für gesunde Bürokost, gibt es im zweiten Teil.

