Narben verdecken und pflegen
Jeder der schon einmal eine Operation hatte, kennt die Folgen. Eine unschöne Narbe bleibt zurück. Auch durch Schwangerschaft oder Akne in der Pubertät können unansehnliche Stellen auf der Haut zurückbleiben. Diese Hautmakel sind vor allem im Sommer unpassend, denn da möchte man an den Strand oder einfach nur luftig bekleidet sein. Abgesehen davon sind die Hautfehler auch manchmal unangenehm. Sie können Schmerzen verursachen und jucken stark, diese Zeichen müssen aber nicht auftreten.
Es gibt Möglichkeiten um diese ungeliebten Stellen zu kaschieren. Durch Camouflage-Make-Up können die Stellen vorübergehend abgedeckt werden. Wer größere Narben oder Dehnungsstreifen hat, kann große Flächen durch ein Body-Make-up verstecken. Solche Produkte kann man in Apotheken und Drogerien kaufen. Achten Sie aber darauf, dass Sie kein parfümiertes Make-Up benutzen, was die Haut zu sehr reizen könnte.
Um die Narbenbildung zu reduzieren, sollte man wissen, wie Narben entstehen. In den ersten Heilungsmonaten können schon Maßnahmen getroffen werden, um große und hässliche Narben schrumpfen zu lassen. Es entsteht schließlich nicht aus jeder Wunde eine Narbe.
Ist die Verletzung nicht tiefer als bis zu zwei Millimetern, kann sich die Haut regenerieren, so dass nichts zu sehen ist. Bei tieferen Verletzungen in der Lederhaut fehlen die Basalzellen, die für die Wiederherstellung der oberen Hautschichten zuständig sind. Wenn dann auch noch Gewebe fehlt, ist es für die Haut noch schwerer sich zu heilen.
Eine Narbe kann größer und wulstiger werden, wenn sie durch zu starke Bewegungen gereizt und immer wieder aufgerissen wird. Sanfte Bewegungen beschleunigen den Heilungsprozess. Bei Sportlern braucht eine Wunde nur ein Viertel der Zeit um zu heilen. Zigaretten und alkoholische Getränke sollten in der Heilungszeit vermieden werden, da diese die Wundheilung zusätzlich verlangsamen.
Auch wenn man es nicht für möglich hält, können größere Auseinandersetzungen die Heilung verlangsamen. Eine halbe Stunde streiten genügt schon, um den Heilungsprozess einen halben Tag zurückzuwerfen. Im Gegensatz dazu sind freudige Momente und Ereignisse wiederum gut für die heilende Haut.
Außerdem sollten Sie große Temperaturunterschiede vermeiden, wie zum Beispiel im Solarium oder der Sauna. Falls Sie sich aber trotzdem im Sommer in die Sonne legen wollen, benutzen Sie eine Sonnencreme mit einem sehr hohen Lichtschutzfaktor. Achten Sie hier auch wieder darauf, dass keine Parfumstoffe enthalten sind, die Ihre Narbe unnötig reizen könnten.
Bei der Wahl der Kleidung ist auch einiges zu beachten. Empfehlenswert sind Kleidungsstücke die locker sind. Desto enger die Bekleidung ist, umso höher ist die Gefahr, dass sie scheuert und frisch verheilte Wunden wieder aufreisst. Falls die Narbe dem Scheuern standhalten sollte und nicht reisst, kann es sein, dass sie rot und hart wird. Also genau das Gegenteil von dem, was Sie erreichen wollen. Es ist daher besser, auch bei verheilten Wunden, auf lockere Kleidung zu achten.
Wenn Sie das alles beachten, gibt es nur noch eins was getan werden kann. Die frisch verheilte Wunde muss ständig eingecremt werden, da das Gewebe nicht in der Lage ist sich selbst mit Feuchtigkeit zu versorgen. Auch ältere Narben sollten regelmäßig mit Feuchtigkeit versorgt werden. Zusätzlich fördert die sanfte Massage beim Cremen die Durchblutung der Haut, was die Heilung beschleunigt.
Narben können allerdings auch schön sein, denn sie erzählen ja eine Geschichte. Eine kleine Narbe im Gesicht, die man sich als Kind beim rumtoben geholt hat, möchte man doch kaum missen, oder? Sie erinnert einen doch jeden Tag, wie unbeschwert man damals durchs Leben gerannt ist.

