Die Gärten der Welt in Berlin

Garten China
Ein Geheimtipp für Berliner und Berlinbesucher sind die Gärten der Welt. Im Stadtteil Berlin-Marzahn, der sonst nur für seine Plattenbau-Romantik bekannt ist, entführt eine kleine Oase der Gartenkunst in eine andere Welt. Die mittelgroße Parkanlage ist in zwei bis drei Stunden zu erkunden. Kleine, abgeteilte Bereiche sind jeweils im Stil einer bestimmten Kultur hergerichtet. Es gibt einen orientalischen Garten mit wunderschönen Pflanzen und viel Wasser, der liebevoll in den Hof von Gebäuden im muslimischen Stil eingebettet ist. Der chinesische Garten ist im Rahmen der Berliner Städtepartnerschaft mit Peking angelegt worden. Errichtet wurde er innerhalb der Gärten der Welt von 1995 bis 2000. Die lange Bauzeit kommt nicht von irgendwo. Der chinesische Garten ist nämlich der flächenmäßig größte Bereich im Parkgelände. Mehrere typisch chinesische Gebäude liegen malerisch an einem kleinen Teich. Wer nach einer ausgefallenen Idee für die eigene Hochzeit sucht, im chinesischen Garten kann sogar geheiratet werden. Eine Stunde im echt chinesischen Standesamt kostet allerdings 135,- Euro.

Etwas kleiner aber nicht weniger spektakulär ist der japanische Garten. Der Garten ist im Gegensatz zur orientalischen und chinesischen Variante als Rundgang angelegt. Steinplatten, Wasserspiele, großzügig geharkte Steinflächen und ein Dojo versprühen japanisches Flair. Ganz ähnlich angelegt ist der koreanische Garten, der vor allem durch schlicht hergerichtete Gebäude aus Holz begeistert. Leise im Wind klingende Glockenspiele sorgen für eine asiatische Atmosphäre.

Die neueste Attraktion ist der Labyrinthgarten, in dem man sich, wie der Name bereits andeutet, sehr leicht verlaufen kann. Ähnlich wie bei Harry Potter gilt es zur Mitte des Labyrinths vorzudringen. Dort wartet zwar kein Schatz, aber immerhin eine gemütliche Bank zum Verschnaufen und ein Ausguck, um den Irrgarten von oben zu überschauen. Wer jetzt Angst hat, den Aufenthalt durch einen Besuch im Labyrinthgarten auf mehrere Stunden zu verlängern, sei beruhigt. Der Irrgarten hat eine überschaubare Größe und ist in 15 bis 20 Minuten erobert.

Ein Besuch in den Gärten der Welt kostet für Erwachsene 3 Euro und ist sein Geld wert. Da überall auf der Anlage verteilt Liegestühle, Bänke und Liegen stehen, kann man auch an heißen Sommertagen einfach entspannt im Schatten verschnaufen. Auch für das kulinarische Wohl ist gesorgt. Das Angebot reicht von echt Berliner Currywurst mit Pommes bis hin zu chinesischen Appetithäppchen. Wer demnächst in Berlin weilt oder sonst nach einem interessanten Ausflugsziel sucht, sollte die Gärten der Welt besuchen.

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