Elisa Jimenez wenn Mode auf Kunst trifft
Elisa Jimenez gilt als ausgesprochen innovative Designerin. Sie ist ursprünglich Künstlerin, arbeitet mittlerweile allerdings auch erfolgreich im Modedesign. Stars wie Cortney Love und Cher ließen sich von ihr einkleiden. Allzu vielen Konventionen hat sich Elisa Jimenez eigentlich nie gebeugt.
Legende oder Wahrheit? Mitte der 90er Jahre besuchte Elisa Jimenez eine Party. Sie trug ein Kleid im eigenen Design, was wohl vielen anwesenden Frauen gut gefiel. Geschäftstüchtig wie sie ist, entwickelte sie die Idee, eigene Mode zu entwerfen und zu verkaufen. Sie hatte und hat bis heute Erfolg. Mitunter gleichen Modeschauen der Designerin Theatervorführungen. Beispielsweise im Jahr 2001 in New York. Den Eröffnungstanz gestaltete sie selbst. Mit ihrer Mode mischte sie frech verschiedenste Stilelemente: Der Tschador traf auf kürzeste Kleidung aus Lycra, Futurismus paarte sich mit Tradition. Für ihre Hunger World - Kollektion schneidert sie Mode direkt am Körper des Kunden. Für diese Art zu arbeiten, ist sie berühmt.

Einst fertigte sie gigantische Puppen, heute ist sie eher für sexy Outfits bekannt. Geboren wurde Elisa Jimenez im Jahr 1965 in El Paso (Texas). Sie ist die Tochter des Bildhauers Luis Jimenez. Von ihm mag sie den Hang zu Unkonventionellem geerbt haben: Die Freiheitsstatur wurde bei ihm zur Säuferin und seine Skulptur Border Crossing setzt sich mit dem Erleben illegaler Grenzgänger auseinander. Ebenso kurios wie sein Leben war sein Tod im Juni 2006: er wurde von seiner eigenen Skulptur erschlagen. Von Texas aus zog Elisa Jimenez nach New York und machte dort ihren Master-Abschluss in Kunst. Viele ihrer Arbeiten wurden in der New Yorker Holly Solomon Gallery gezeigt. 1996 begann sie mit ihrer Hunger World Kollektion. 1999 wurde sie Finalistin beim Gen Art's Fresh Faces in Fashion als Newcomer in der Modewelt. Das beschleunigte ihren Aufstieg zur bekannten Modedesignerin. Ab 1999 verkaufte sie ihre Mode auch in der Boutique Kirna Zabete in Soho, New York. Sarah Hailes, die Besitzerin der Boutique, erinnerte Elisa daran, Labels auf die entworfene Mode zu nähen. Elisa Jimenez wäre nicht Elisa Jimenez, hätte sie es nicht in ganz individueller Art getan: verkehrt herum, sodass man das Label nur im Spiegel lesen konnte. Das renommierte Time Magazine widmete dieser innovativen Designerin im Februar 2001 eine ganze Seite. Sehr aktuell: Am 10. September 2006 zeigte eine Retrospektive mit Arbeiten von Elisa Jimenez, wie innovativ ein Treffen von Kunst und Mode sein kann. Ebenso spannend wie die Vergangenheit es war, wird wohl die Zukunft sein: Man darf noch einiges erwarten von dieser Frau.

